Interview mit Stephan Engels (1. FC Köln)

Marc Breidbach schrieb am Montag, den 14. Dezember 2009

Im Jahr 1fckoln1981 ging Stephan Engels bereits als Sieger in der Deutschlandhalle vom Platz. Am 2. Januar wird er mit seinen Teamkollegen vom 1. FC Altinternationale erneut in die Hauptstadt reisen. Welche Erinnerungen er an die Berliner Hallenturniere hat und mit welchen Ambitionen der 1. FC Köln beim FlexStrom-Cup antritt, verriet uns Stephan Engels im Interview.

Am 2. Januar in Berlin zum FlexStrom-Cup: Was können wir da erwarten? Auf wen können wir uns freuen?

Von unserer Seite haben wir dabei: Dirk Lottner, Icke Häßler, Matthias Scherz, Thomas Allofs und ich. Das sind schon fünf Namen, auf die sich die Berliner freuen können.

Also sind die Jungs noch fit?

DSC_1938Die sind noch fit. Wichtig ist, dass die Altersstruktur ungefähr gleich ist. Es bringt nichts, wenn 30-Jährige gegen 50-Jährige spielen. Und ich denke, das ist ihr Job, das so hinzubekommen. Und wir freuen uns. Ich habe selber zwei, dreimal bei Profiturnieren in Berlin gespielt. Ich glaube, wir haben sogar einmal gewonnen 1981. Und 1979 waren wir, glaube ich, auch im Endspiel. Also ich habe gute Erinnerungen an Berlin. Da war immer super Stimmung und darauf freuen wir uns.

An wen haben Sie denn noch konkret gute Erinnerungen? Hertha und Werder Bremen sind ja auch dabei. Beides Mannschaften, die viel und erfolgreich Hallenfußball gespielt haben.

Vor allem erinnere ich mich an die überragende Stimmung. Das Turnier ging damals über vier oder fünf Tage hinweg, fast eine ganze Woche. Wir haben morgens draußen trainiert und das fast immer im Schnee in Berlin. Abends haben wir in der warmen Halle gespielt. Und die Stimmung war überragend. Wenn man einmal gewinnt und einmal sogar noch im Endspiel ist, da hat man noch sehr gute Erinnerungen. An die Fans, die Berliner Frösche, die haben da immer was veranstaltet. Und ich kann mich erinnern, Hennes Weisweiler hat denen und uns den ganzen Abend Freibier spendiert. Die haben Hennes Weisweiler ausgebuht. Es ist  dann zum Stadionsprecher gegangen und hat gesagt: „So passt auf: Heute Abend gibt es Freibier für die Berliner Frösche!“ Da kippte die Stimmung auf einmal um und wir waren dann nach der Hertha der Verein, den sie immer unterstützt haben.

Das ist jetzt aber nicht der Aufruf an die Berliner Fans, sie auszubuhen?

Nein, nein ich glaube, die bekommen auch das ein oder andere Freibier. Ich hoffe, dass sie uns in guter Erinnerung haben, weil wir ja auch einige dabei haben, die noch auf sehr hohem Niveau spielen. Wir wollen durch Fußball glänzen und durch Fußball die Zuschauer begeistern. Und da hoffe ich, wenn wir nicht gegen die Hertha spielen, dass wir sie auf unsere Seite bekommen.

Gegen wen freuen Sie sich sonst noch zu spielen? Leverkusen und Gladbach sind ebenfalls dabei. Freuen Sie sich auf ein rheinisches Derby?

Ja, Leverkusen: die Nähe, die Rivalität. Aber auch gegen die Gladbacher war es immer ein Derby und immer mit Rivalität verbunden. Aber ganz ganz wichtig ist: Auf dem Platz geht es zur Sache, da will jeder gewinnen, aber nach dem Spiel ist das Ganze vergessen. Das war früher so und das ist heute auch noch so. Das ist auch mitentscheidend an dem Turnier, dass eine gute Stimmung in der Halle herrscht.

Die Gladbacher haben schon so ein bisschen die Favoritenrolle für sich reklamiert. Was glauben Sie, wie weit kommt der Kölner FC, ist die Favoritenrolle gerechtfertigt?

Natürlich wollen wir vorne dabei sein, aber in erster Linie wollen wir schönen Fußball spielen und die Zuschauer begeistern.

(Madlen Resche, Assistentin der Pressestelle von FlexStrom)

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